Bombendrohung am Hauptbahnhof - Polizei fasst Tatverdächtigen

Weiterlesen...

Trier. 18-Jähriger meldet sich als vermeintlicher Zeuge, verstrickt sich in Widersprüche und gesteht die Tat. Staatsanwaltschaft Trier beantragt Haftbefehl. Aufgrund des polizeilichen Einsatzes am Bahnhof anlässlich der gestrigen Bombendrohung, die er vor Ort beobachtet hatte, sah sich der junge Mann veranlasst, der Polizei bei den Ermittlungen des Täters zu helfen. Hierzu suchte er gegen 20 Uhr die Polizeidienststelle in der Südallee auf und gab ein angebliches Wissen zu Täter und Tat zu Protokoll. Dabei bezichtigte er eine ihm bekannte Person der Tat. Der vernehmende Beamte der Kriminalinspektion Trier schöpfte im Laufe der Schilderungen jedoch Verdacht, sodass sich der vermeintlich hilfsbereite Zeuge in Widersprüche verstrickte. Seine Angaben deckten sich nicht mit den der Polizei zu diesem Zeitpunkt bereits vorliegenden Ermittlungsergebnissen. Umfangreiche polizeiliche Ermittlungen zur Identifizierung des E-Mailschreibers waren bereist vielversprechend fortgeschritten. Schließlich gestand er, die erpresserische E-Mail an die Polizei selbst verfasst zu haben. Zu seiner Motivation äußerte er sich bisher nicht. Der nun tatverdächtige Heranwachsende wurde sogleich festgenommen und heute Nachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier dem Haftrichter am Amtsgericht Trier vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den 18-Jährigen, der anschließend in eine Jugendstrafanstalt eingeliefert wurde.

 

Thema