Polizei zieht positive Bilanz der Silvesternacht in der Region

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Trier/Region. Der Jahreswechsel 2016/2017 wurde von der Polizei im Polizeipräsidium Trier mit verstärktem Personaleinsatz und Videoüberwachung des Hauptmarktes in Trier begleitet. Viele Personenkontrollen - wenige Straftaten. Die Trierer Polizei ist zufrieden mit dem Verlauf der Silvesternacht in der Stadt Trier und im gesamten Dienstbezirk. Die Polizeiinspektionen hatten ihr Personal im Nachtdienst verstärkt, um Präsenz zu zeigen und hierdurch präventiv Straftaten zu vermeiden. In Trier, dem Oberzentrum der Feierlichkeiten mit dem Silvesterlauf am Nachmittag, hatte sich die Polizeidirektion Trier mit einen Sondereinsatz gerüstet. Der Silvesterlauf verlief für die Einsatzkräfte gänzlich ohne besondere Vorkommnisse. Sportler und Zuschauer erfreuten sich friedlich an dem alljährlichen Spektakel. Erwartungsgemäß lauter und unruhiger wurde es am Abend und in der Nacht. Als besonderes Vorkommnis stellte die Polizei im Bereich des Hauptbahnhofs in Trier ab etwa 18.15 Uhr nach und nach die Anreise und das Zusammenkommen von einer Vielzahl von jungen Männern fest, die überwiegend aus nordafrikanischen Staaten stammten und den Jahreswechsel in Trier verbringen wollten. In der Summe wurden dort, gemeinsam mit Kräften der Bundespolizei, während des gesamten Abends 121 Personen angesprochen und kontrolliert. Aufgrund der Vorkommnisse in Köln an Silvester 2015 und des Auftretens der Kontrollierten in unterschiedlich großen Gruppen, die unter anderem Böller zündeten, führten die Polizeibeamtinnen und -beamten sogenannte Präventiv- oder Gefährderansprachen durch. Vereinzelt mussten schon hier Platzverweise erteilt werden. Auch weitere Kleingruppen verschiedener Feierwilliger, die sich in der Trierer Innenstadt aufhielten, wurden offensiv angesprochen, um Tatgelegenheiten frühzeitig zu unterbinden. Diese präventive Strategie der Polizei, die auch in anderen Städten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Trier verfolgt wurde, zahlte sich bis zum Ende der Nacht aus. In der Bilanz des Polizeipräsidiums Trier registrierten die Polizeibeamtinnen und -beamten bis 7 Uhr am 1. Januar 2017 insgesamt 21 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten. In Trier waren es silvestertypisch sogar nur fünf Delikte, fünf Personen mussten bis zur Ausnüchterung in den Polizeigewahrsam eingeliefert werden. 16 Mal mussten die Einsatzkräfte Platzverweise erteilen, damit es nicht zu Eskalationen kam. Die häufigsten Straftaten waren Körperverletzungen (9) und Sachbeschädigungen (6) und einige Beleidigungen. Bis zum Einsatzende registrierte die Polizei lediglich einen sexuell motivierten Übergriff. Hier wurde eine 27-jährige Frau gegen 6.30 Uhr am Neujahrsmorgen auf dem Nachhauseweg in der Straße "Auf der Steinrausch" von einem unbekannten Mann von hinten angegriffen und zu Boden gerissen. Hier hielt er das Opfer fest und berührte es oberhalb der Bekleidung mehrfach im Intimbereich und versuchte, die Frau zu küssen. Aufgrund der Gegenwehr und der Hilferufe der Geschädigten wurde ein Anwohner auf die Situation aufmerksam. Dieser Zeuge rief laut in Richtung des Angreifers, so dass dieser von seinem Opfer abließ und flüchtete. Die Geschädigte wurde im Gesicht verletzt und ärztlich versorgt. Der Tatverdächtige wird lediglich beschrieben als kräftiger Mann von etwa 25 Jahren, 175 - 180 cm groß. Bekleidet war er mit einem schwarzen Blouson über einem grauen Kapuzenpulli, dessen Kapuze er über den Kopf gezogen hatte. Ferner trug er eine schwarze Trainingshose. Hierzu sucht die Polizei Zeugen und bittet diese, sich unter der Telefonnummer 0651 / 9779-2290 bzw. -0 zu melden.

 

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