Bleialf: Gefahrstoffe aus Chemieabfällen lösen Großeinsatz aus

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Bleialf. In der Schneifelgemeinde hat sich am Samstagmittag (24. Juni) ein Zwischenfall mit offensichtlich gesundheitsgefährdenden Chemikalien ereignet. Um die Mittagszeit meldeten besorgte Passanten der Polizei Prüm, dass aus einem LKW, der im Bereich Realschule plus abgestellt war, ein verdächtiger Stoff in öliger Konsistenz auslaufe. Wie sich wenig später herausstellte, hatte der Sattelzug Chemieabfälle als Stückgut geladen. Er trug ein entsprechendes Hinweisschild. Weiter wurde klar, dass der ausgetretene Stoff tatsächlich eine Gefahr für Menschen darstellt. Diese Erkenntnisse führten sehr schnell zu einem Großeinsatz von Feuerwehren aus der näheren und weiteren Region bis hin zu Spezialisten aus Nordrhein-Westfalen sowie DRK, THW und Polizei. Mittlerweile sind über 130 Kräfte im Einsatz. Der Campingplatz wurde komplett evakuiert, die Gäste wurden vom DRK in der Grundschule untergebracht. Die L12 ist zwischen Brandscheid und Bahnhofstraße in Bleialf vollgesperrt. Wie lange der Einsatz noch andauern wird, ist derzeit noch völlig unklar. 

Update:

Laut Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch sind mittlerweile 250 Einsatzkräfte in Bleialf vor Ort, darunter ein Spezialfahrzeug der Berufsfeuerwehr Köln mit einem mobilen analytischen Labor, das Klarheit über die ausgetretenen Stoffe bringen soll.


 

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