Standbild aus dem Video

 

Prüm. Seit Montag kursiert im Internet ein Video, das mutmaßlich einen Fall von Polizeigewalt im Zentrum von Prüm zeigt. Mittlerweile haben Polizei und Staatsanwaltschaft die Existenz dieses Videos und einige wenige mögliche Hintergründe bestätigt. Unbestritten ist, dass es in der Nacht von Sonntag auf Montag dieser Woche zu einer Verfolgungsfahrt innerhalb der Verbandsgemeinde Prüm gekommen ist. Die Fahrt endete im Zentrum von Prüm, wobei es zu einer Kollision zwischen Einsatzfahrzeug und Fluchtfahrzeug gekommen sein soll. Auf dem Video ist nun zu sehen, wie eine mit Schutzweste bekleidete Person heftig auf einen vermeindlichen, am Boden liegenden Insassen des gestellten Fahrzeugs einprügelt und eintritt. Das Video, so wurde bestätigt, liegt mittlerweile der Staatsanwaltschaft Trier und der Bundespolizei vor.  Der beteiligte Polizeibeamte soll der Bundespolizei angehören. Mit Hinweis auf laufende Ermittlungen halten sich Staatsanwaltschaft und Bundespolizei derzeit noch mit Auskünften und Ermittlungsergebnissen bedeckt.

Update:

Dazu teilt die Staatsanwaltschaft Trier heute mit:

Ermittlungsverfahren gegen Beamten der Bundespolizei wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt

Die Staatsanwaltschaft Trier hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen Beamten der Bundespolizei wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt eingeleitet. Ihr ist am heutigen Tag von der Bundespolizeiinspektion Trier ein Video übergeben worden, dass die Festnahme eines Mannes durch Beamte der Bundespolizei in der Nacht vom 08. auf den 09.09., kurz nach Mitternacht, auf dem Hahnplatz in Prüm zeigt.  Auf dem Video ist zu sehen, dass einer der Beamten dem Festgenommenen mehrere Schläge mit einem Gegenstand und Tritte versetzte, nachdem dieser aus dem Fahrzeug herausgezogen worden war. Der Festnahme vorausgegangen war eine Verfolgungsfahrt. Ein PKW mit französischem Kennzeichen hatte sich einer Kontrolle der Bundespolizei auf der Autobahn A60 in der Nähe der deutsch-belgischen Grenze entzogen. Die Beamten nahmen mit 2 Fahrzeugen die Verfolgung auf. Nach einer längeren Verfolgungsfahrt, bei der es zu hohen Geschwindigkeiten und mehrfach zu gefährlichen Fahrmanövern des flüchtenden Fahrzeugs kam, gelang es ihnen, das Fahrzeug auf dem Hahnplatz in Prüm zu stoppen. Hierbei kollidierte das Fluchtfahrzeug mit einem der Dienstfahrzeuge. Die Beamten nahmen die drei Insassen des Fahrzeugs vorläufig fest. Bei einer Durchsuchung des Fahrzeugs wurden mehrere Behältnisse mit kleineren Mengen Betäubungsmitteln gefunden. Gegen die Insassen des flüchtenden Fahrzeugs, drei französische Staatsangehörige im Alter von 22 bis 26 Jahren, ist ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen verschiedener Verkehrsdelikte eingeleitet worden. Der Führerschein des Fahrers wurde beschlagnahmt. Das Video von der Festnahme war der Polizei in Prüm anonym übermittelt worden. Sein Urheber ist bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen zum genauen Hergang der Festnahme, im Rahmen derer es auch zu einer Widerstandsleistung des Festgenommenen gekommen sein soll, stehen noch am Anfang und dauern an. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Prüm unter der Telefonnummer 06551/9420 zu melden.

 Rechtlicher Hinweis:

Gemäß § 152 Abs. 2 der Strafprozessordnung ist die Staatsanwaltschaft verpflichtet zu ermitteln, wenn ein Anfangsverdacht für ein strafbares Verhalten vorliegt. Dieser ist gegeben, wenn konkrete Anzeichen vorliegen, die es als möglich erscheinen lassen, dass eine Straftat begangen worden ist. Die Aufnahme von Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft bedeutet mithin weder, dass die Beschuldigten des Ermittlungsverfahrens sich tatsächlich strafbar gemacht haben noch dass für ihre spätere Verurteilung eine überwiegende Wahrscheinlichkeit besteht. Bis zu einer etwaigen rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Trier/Welschbillig. Am Samstag (7. September) ereignete sich gegen 14.15 Uhr auf der Bundesstraße 51, in Höhe Welschbillig, ein folgenschwerer Verkehrsunfall, bei dem eine Person getötet und zwei weitere verletzt wurden. Zwei Pkw befuhren die B 51 in Fahrtrichtung Trier. Auf der dortigen zweispurigen Fahrbahn überholte ein Fahrzeug das andere. Vermutlich aufgrund der regennassen Fahrbahn kam der Überholende ins Schleudern, geriet auf die Gegenfahrspur und kollidierte dort frontal mit einem weiteren Pkw. Auch das zuvor überholte Fahrzeug landete im Straßengraben. Durch den frontalen Zusammenstoß wurde der 38-jährige Fahrer des überholenden Pkw mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wo er kurze Zeit später verstarb. In dem anderen Pkw wurden zwei Personen verletzt, eine davon schwer. Die B 51 wurde im Bereich der Unfallstelle vollgesperrt, es kam zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Durch die Staatsanwaltschaft Trier wurde die Erstellung eines Gutachtens angeordnet. Im Einsatz befanden sich neben Beamten der Polizeiinspektionen Trier und Bitburg, die Feuerwehren aus Newel und Welschbillig sowie mehrere Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber.

Trier. Am späten Dienstagabend (3. August) kam es  gegen 22:15 Uhr  in der Luxemburger Straße in Trier zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Nach ersten Ermittlungen der Polizeiinspektion Trier befuhr eine 54-jährige PKW-Fahrerin aus dem Stadtgebiet Trier die Diedenhofener Straße und fuhr in Richtung Stadt auf die Luxemburger Straße auf. Unmittelbar in diesem Einmündungsbereich kam es zu einer Kollision mit dem PKW eines 36-Jährigen aus Trier, der die Luxemburger Straße in Richtung Stadt befuhr. Unmittelbar nach dem Zusammenprall kam das Fahrzeug der Fahrerin ins Schleudern und überschlug sich, sodass es auf der Gegenfahrbahn in Fahrtrichtung Zewen auf dem Dach liegenblieb. Die Beteiligten mussten durch Kräfte der Berufsfeuerwehr Trier aus den Fahrzeugen geborgen werden. Die 58-jährige Beifahrerin verstarb noch vor Ort. Die Fahrerin wurde schwerstverletzt nach Erstversorgung durch einen Notarzt vor Ort in ein Trierer Krankenhaus verbracht. Der 36-Jährige Fahrer des zweiten Unfallfahrzeuges wurde mit schweren, jedoch zur Zeit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen ebenfalls in ein Krankenhaus verbracht. Zur Klärung der Unfallursache wurde durch die Staatsanwaltschaft Trier ein Gutachter beauftragt. Die Fahrzeuge wurden sichergestellt. Es entstand an beiden Fahrzeugen Totalschaden. Die Fahrbahn war für den Zeitraum von 22:20 - 01:35 Uhr aufgrund der Bergungsarbeiten sowie der Unfallaufnahme voll gesperrt; eine Umleitungsstrecke wurde durch den Fuhrpark der Stadt Trier eingerichtet. Lob zollt die Polizei den vielen Ersthelfern vor Ort, die sich vorbildlich an der Unfallstelle verhielten. Im Bereich der Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe befanden sich etliche Personen, die zum Zeitpunkt der Unfallaufnahme nicht mehr vor Ort waren, jedoch wichtige Zeugen hinsichtlich des Unfallgeschehens sein könnten. Aus diesem Grund werden diese Personen gebeten sich mit der Polizeiinspektion Trier unter der Nummer 0651/9779-3200 telefonisch in Verbindung zu setzen. Im Einsatz befanden sich neben drei Teams der Polizeiinspektion Trier, ca. 20 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Trier sowie der Freiwilligen Feuerwehr Zewen, ein Notarzt, Rettungswagen sowie Notfallseelsorger.