Symbolfoto (Polizei): Telefonbetrug

Trier/Region.  In der Region Trier häuft sich seit Jahresbeginn die Anzahl der Betrugsversuche und erfolgreichen Betrüge mit der Masche "Falscher Microsoft-Mitarbeiter". Wie beim "Falschen Polizisten", beim "Enkeltrick" oder beim "Gewinnversprechen" rufen Betrüger wahllos Menschen an und geben vor, dass sie Mitarbeiter der Fa. Microsoft sind. Der PC der Angerufenen sei von Viren befallen, eine Sicherheitslücke im MS-Betriebssystem müsse geschlossen werden, man wolle bei der Umstellung von Windows 7 auf das neuste Betriebssystem helfen oder mit anderen, teilweise plausibel klingenden Legenden versuchen die Betrüger, Zugriff auf den PC ihrer Opfer zu erlangen. Dabei scheint den Tätern der Umstand in die Hände zu spielen, dass zurzeit mehr Menschen als vor der Pandemie zuhause sind und den Computer stärker nutzen als sonst, sei es im Homeoffice, Homeschooling, für Online-Bestellungen, zum Spielen oder auch nur zum Surfen im Internet. Das Ziel der Täter ist immer das gleiche - die Opfer sollen ausspioniert, zu Zahlungen aufgefordert oder zur Preisgabe von Kontodaten animiert werden. Im Erfolgsfall erbeuten die Täter z. T. größere Geldbeträge. So wurde jüngst ein 83 Jahre alter Mann aus Trier durch gekonnte Manipulation am Telefon zur Überweisung mehrerer Zahlungen bewegt und so um einen niedrigen fünfstelligen Geldbetrag geprellt. Die Polizei weist darauf hin, dass die Fa. Microsoft nach eigenem Bekunden keine Mitarbeiter mit telefonischen Computerwartungen beauftragt.

Gewähren sie Fremden keinesfalls Fernzugriff auf Ihren Computer! Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei Angeboten, die Sie nicht selbst konkret eingefordert haben. Die Ermittler appellieren an die Vorsicht der Angerufenen und raten, derartige Gespräche sofort zu beenden. Gleiches gilt für alle ähnlich verlaufenden telefonischen Betrugsmaschen. Weitere Hinweise geben die Polizei und die Verbraucherzentrale unter dem folgenden Links: https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/corona-straftaten/betrug-an-telefon-und-haustuer/ https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/vertraege-reklamation/abzocke/warnung-abzocke-durch-angebliche-microsoftmitarbeiter-24641.

Trier. Im Fall der Tötung der 63-jährigen Edith Blum in Trier-West in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar ist nach intensiven Ermittlungen der Kriminaldirektion Trier im Laufe des letzten Freitags ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Es handelt sich um einen 32 Jahre alten Mann, der aus Eritrea stammt und seit einiger Zeit in Trier lebt. Er verkehrte ebenso wie das Tatopfer zuletzt im Trierer Obdachlosenmilieu. In Verdacht geriet der Beschuldigte durch die Untersuchung einer DNA-Spur, die die Beamten der Kriminaldirektion am Tatort sichern konnten. Diese stimmte, wie eine Untersuchung des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz ergeben hat, mit dem DNA-Profil des Beschuldigten überein. Nach den vorläufigen Ergebnissen der bisher geführten Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die 63-jährige Frau in den Abendstunden des 13. Januar auf den ihr offenbar bekannten Beschuldigten traf, nachdem sie sich zuvor bis gegen 20:30 Uhr im Bereich der Treveris-Passage in Trier aufgehalten hatte. Gemeinsam dürften sich das spätere Tatopfer und der Beschuldigte in den Bereich der Baustelle für den Bau des neuen Kreisverkehrs am Kopf der Römerbrücke in Trier-West begeben haben, wo beide zunächst gemeinsam Alkohol konsumiert haben dürften. In Verlauf des weiteren Aufenthalts im Bereich der Baustelle kam es zu dem tödlichen Geschehen. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse halten es die Ermittler für wahrscheinlich, dass der Beschuldigte gewalttätig wurde, um die Frau auszurauben und sich in Besitz des von ihr mitgeführten Bargeldes zu bringen. Er fügte ihr dabei derart schwere Verletzungen zu, dass sie am Tatort verstarb. Der Beschuldigte ist vergangenen Samstag dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier vorgeführt worden. Dieser hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes aus Habgier erlassen. Der Beschuldigte, der wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte vorbestraft ist, hat bisher zur Sache keine Angaben gemacht. Die Ermittlungen dauern an.

Trier. Die Sonderkommission "Luke" der Kriminaldirektion Trier hat zwischenzeitlich mehr als 100 Spuren und Hinweise im Fall der Tötung von Edith Blum angelegt und ermittelt mit Hochdruck. Die Getötete hat sich häufig im Obdachlosenmilieu bewegt. Um weitere Zeugenhinweise - auch aus dieser Szene - zu erhalten, hat die Polizei Flyer (s. Anl.) mit Hinweisen und gezielten Fragen entworfen, die sie nun in der Stadt und insbesondere an bekannten Anlaufstellen Wohnsitzloser verteilt. Zudem schaltet die SoKo neben dem offiziellen Hinweistelefon 0651/9779-2480 zusätzlich ein anonymes unter der Telefonnummer 0152/28854968. Dort können Zeugen vertraulich Erkenntnisse mitteilen, die zur Tataufklärung beitragen könnten. Schon kurz nach der Tat hatte die Staatsanwaltschaft Trier eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Aufklärung der Tat sowie zur Täterermittlung führen. Die Kriminalpolizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe und weitere um Zeugenhinweise über das offizielle Hinweistelefon 0651/9779-2480 oder über das Vertrauenstelefon 0152/28854968!