Trier/Osburg. Im Zusammenhang mit dem versuchten Tötungsdelikt in Osburg, bei dem in der Nacht auf den 12.08.2017 durch ein mit einem Rollladen geschlossenes Fenster in ein Wohnhaus geschossen wurde, ist nach intensiven Ermittlungen der Kriminaldirektion und der Staatsanwaltschaft Trier am Dienstag, dem 12.03.2019, ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Es handelt sich um einen 54-jährigen Mann aus der Nachbarschaft des Beschuldigten, der bereits erheblich vorbestraft ist. Gegen ihn besteht nach dem Ergebnis der bisher durchgeführten Ermittlungen der dringende Tatverdacht, in der Nacht auf den 12.08.2017 aus kurzer Distanz einen Schuss mit einer abgesägten Schrotflinte durch den geschlossenen Rollladen des im Erdgeschoss gelegenen Fensters der Wohnung des Geschädigten abgegeben zu haben. Die Schrotladung durchschlug sowohl den Rollladen als auch die Fensterscheibe und drang in die gegenüberliegende Wand ein. Der Geschädigte, der sich zum Tatzeitpunkt schlafend auf der unmittelbar unter dem Fenster stehenden Wohnzimmercouch befand, wurde nicht getroffen. Die Staatsanwaltschaft hält es aufgrund der bisherigen Erkenntnisse jedoch für wahrscheinlich, dass der Schuss dem 35-Jährigen galt und der Beschuldigte bei Schussabgabe zumindest billigend in Kauf nahm, den völlig arglosen Mann tödlich zu treffen. Als Tatmotiv kommt nach vorläufiger Bewertung ein vorangegangener Streit zwischen dem Beschuldigten und dem Geschädigten in Betracht. Der Beschuldigte ist am Mittwoch, dem 13.03.2019, dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier vorgeführt worden. Dieser hat Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Mordes und des unerlaubten Besitzes einer Schusswaffe erlassen.

Mit dem Fall waren Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Trier im Januar 2019 in der Sendung Aktenzeichen XY an die Öffentlichkeit gegangen. Die Ermittlung des Tatverdächtigen geht zwar nicht unmittelbar auf Hinweise aus der Sendung zurück, sondern auf andere Erkenntnisse, die im Rahmen der intensiv geführten Ermittlungen erlangt wurden. Gleichwohl war die Ausstrahlung des Falles in der Sendung nach erster Bewertung für die weiteren Ermittlungen hilfreich.

Prüm/Bitburg. In der Nacht zum Freitag (15. März) zwischen 20:00 Uhr und 06:00 Uhr, kam es zu einem Einbruch in den Postzustellstützpunkt in  Prüm, Auf Rietzfeld, Industriegebiet Niederprüm. Der oder die Täter drangen auf noch ungeklärte Weise in die Verteilerhalle ein und öffneten gewaltsam zwei dort vorhandene kleine Wandtresore. Aus diesen wurden mehrere schwarze Geldtaschen mit Bargeld in noch nicht bekannter Höhe entwendet. Zudem wurden etliche der dort zwischengelagerten Postpakete aufgerissen und durchwühlt. Zu möglichem Diebesgut aus den Paketen liegen derzeit noch keine Erkenntnisse vor. In der Nacht zum vorausgegangenen Donnerstag, dem 14.03.2019, war es bereits zu einem Einbruch in den Postzustellstützpunkt in Bitburg gekommen. Ein Tatzusammenhang kann nicht ausgeschlossen werden. Die Kripo fragt: Wer hat in der Nacht zum Donnerstag im Umfeld des Postzustellstützpunkts Beobachtungen gemacht, die mit dem Einbruch in Zusammenhang stehenden könnten? Wer hat möglicherweise solche Geldtaschen gefunden? Hinweise werden an die Kriminalinspektion Wittlich, Tel. 06571/95000 oder die örtliche Polizeidienststelle erbeten.

Gerolstein. Am  Mittwoch (13. März) kam es gegen 16:46 Uhr zu einem Brandausbruch in einem Krankenzimmer einer Station im Krankenhaus in Gerolstein. Aus bisher ungeklärter Ursache geriet hier ein Krankenbett in Brand. Durch die eintreffenden Rettungskräfte der Feuerwehr konnte der Flur, auf welcher sich das Krankenzimmer befand schnell evakuiert werden, so dass es zu keinerlei Personenschaden kam. Der Brand konnte schnell durch die Feuerkräfte gelöscht werden. Durch die Polizeibeamten der Polizeiwache Gerolstein wurde der Tatort aufgenommen. Aktuell laufen die Ermittlungen zur genauen Brandursache noch. Nach derzeitigem Stand wurde das Bett durch den Brandausbruch in Mitleidenschaft gezogen. Eine genaue Schadenshöhe kann derzeit nicht angegeben werden.