Foto: Polizei

Stadtkyll. Umweltschaden in bisher unbekannter Höhe verursachte ein LKW-Unfall auf der B 51 bei Stadtkyll. Aus Richtung Prüm kommend, war ein spanischer Sattelzug zwischen der Abfahrt L 24 und der Überführung der B 51 auf schneeglatter Fahrbahn mit den Schutzplanken kolidiert. Dabei wurden beide Treibstofftanks des LKW aufgerissen, sodass ca. 600 bis700 Liter Diesel austraten,  ins Erdreich einsickerten und vermutlich in einen Bach einflossen. Auf diesem Weg gelangte der ausgelaufene Kraftstoff schließlich in die Kyll. Die Gewässerverunreinigung erstreckte sich bis in die Ortslage Jünkerath. Durch die Feuerwehr wurden in den verunreinigten Bereichen Ölbindevlies aufgebracht. Im Einsatz waren die Feuerwehren Stadtkyll, Lissendorf, Prüm und Niederprüm, das DRK die Untere Wasserbehörde und die Polizei Prüm. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 100.000 Euro, beim Umweltschaden müsse von einem bislang unbekannten, jedoch hohen fünfstelligen Bereich ausgegangen werden.

Daun. Die Polizeibeamten der Polizeiinspektion Daun bekamen den Wintereinbruch im Verlaufe des Sonntag (27. Dezember) gut zu spüren. Insgesamt mussten die Beamten, über das allgemeine Tagesgeschäft hinaus, zu neun Verkehrsunfallaufnahmen ausrücken. Um die Mittagszeit kam es zu ersten Unfallereignissen, als im Bereich Daun-Neunkirchen (B 257) und in Ellscheid (B421) infolge glatter Straßen zwei PKW von der Fahrbahn abkamen und zusätzlich Verkehrszeichen und Schutzplanken Schaden nahmen. Gegen 14:00 Uhr verzeichnete die Wache der PI Daun weitere Unfallereignisse im Großraum Daun. In Weiersbach (L 46) rutschte ein PKW von der Straße gegen einen Baum; in der Bahnhofstraße krachte ein Fahrzeug gegen eine Begrenzungsmauer und im Kreisverkehr der Bitburger Straße kollidierten ein Linienbus und ein PKW. Bei diesen Ereignissen blieb es glücklicherweise bei Blechschäden. Um 15:28 Uhr wurde dann aber ein Verkehrsunfall unter Beteiligung eines Omnibusses mit Fahrgästen gemeldet. Es stellte sich heraus, dass ein Bus der Linie 500 im Bereich Dockweiler durch eine starke Windböe von der Fahrbahn der B410 geweht wurde und neben der Straße gegen einen Baum prallte. Hierdurch wurden der 48- jährige Busfahrer samt seinen 5 Fahrgästen leicht verletzt. Die also 6 leichtverletzten Insassen wurden allesamt vorsorglich auf die umliegenden Krankenhäuser verteilt. Gegen 16:02 Uhr kam es zu einem weiteren Verkehrsunfall mit anzunehmender Ernsthaftigkeit. Ein männlicher Fahrzeugführer war auf der winterglatten Fahrbahn der K 33 bei Gerolstein-Gees von der Fahrbahn abgekommen und 3 Meter eine Böschung hinabgeschleudert. Er konnte seinem PKW unverletzt entsteigen und einen Notruf absetzen. Seine Beifahrerin, im Frühstadium schwanger, verblieb bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte sicherheitshalber im Fahrzeug. Diese wurde letztlich zu weiterführenden Untersuchungen einer Gynäkologie vorgestellt. Sie schien körperlich unverletzt, erlitt aber zumindest einen Schock. Im weiteren Verlauf wurden weitere schädigende Ereignisse in Dockweiler, In der Heck und in Wiesbaum auf der L 26 registriert, ebenso aufgrund des Schneefalls und teilweiser nicht angepasster Geschwindigkeit geschehen. Darüber hinaus wurden dutzendfach umgestürzte Bäume im gesamten Vulkaneifelkreis aufgezeigt, wonach auch zahlreiche Strecken gesperrt wurden. Hiervon ist für den Vulkaneifelkreis unter anderem die Kreisstraße 28 zwischen Densborn und Meisburg betroffen. Zahlreiche Bürger meldeten zudem Stromausfälle, wonach die Energieversorger tätig werden mussten.