Foto: Polizei

 

Steinebrück. Auf der A 60 am ehemaligen Grenzübergang Steinebrück nach Belgien haben Verkehrsexperten am Mittwoch, 6. November, den gewerblichen Schwerlast- und Güterverkehrs kontrolliert. Daran beteiligten sich die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, das Bundesamt für Güterverkehr, das Hauptzollamt Koblenz, ein Vertreter des Sonderabfallmanagements und die Polizei Rheinland-Pfalz mit Kräften der Polizeiinspektionen Schweich, Wittlich, Idar-Oberstein, Bitburg, der Zentralen Verkehrsdienste Wittlich und der Autobahnpolizei Schweich. Die Federführung hatte die Polizeiinspektion Prüm. Als internationale Kräfte waren Beamte der Polizei Luxemburg und Belgien vor Ort. Insgesamt nahmen rund 50 Kräfte der verschiedenen Stellen an der Kontrolle teil. Und diese verlief erfolgreich: Insgesamt überprüften die Ermittler sowohl auf deutscher als auch auf belgischer Seite 65 Fahrzeuge und stellten ebenso viele Verstöße fest. Diese reichten von Ordnungswidrigkeiten über Verstöße im Fahrpersonal- und Fahrerlaubnisrecht, Ladungssicherungs- und technische Mängel bis zu Strafanzeigen. Drei Fahrern musste die Weiterfahrt untersagt werden. Einer der Fahrer war mit einem Führerschein der Klasse B unterwegs, hätte jedoch wegen seines mitgeführten Anhängers Klasse BE benötigt. Gegen ihn und den Halter wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Hoppstädten. Am Samstag, den 2. November, kam es um 20:39 Uhr in Hoppstädten-Weiersbach zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch, in dessen Verlauf ein Mensch verstorben ist. Im Rahmen der von der Kriminaldirektion Koblenz durchgeführten Ermittlungen wurde bekannt, dass sich der getötete, ein 26-jähriger eritreischer Staatsbürger, bereits im Vorfeld in Hoppstädten-Weiersbach aufgehalten hat. Im Laufe des Samstags kam es zu Ereignissen sowie Straftaten, bei denen der Eritreer eine Axt mit sich geführt hat. Die Herkunft der Axt steht nicht fest.

Die Polizei fragt in diesem Zusammenhang:

   - Wer kann Informationen zur Herkunft der Axt geben?

   - Wurde die Axt möglicherweise entwendet?

   - Wo hat sich die Person am 2. November zwischen 8:30 Uhr und 16:45 Uhr aufgehalten?

  - Unklar ist bislang auch, wo der Eritreer möglicherweise die

     persönlichen Gegenstände wie Bekleidung, Ausweispapiere etc.

     deponiert haben könnte. Wer kann hierzu Angaben machen?

Sachdienliche Hinweise bitte an die KD Koblenz, 0261/ 103-2690 bzw. an die PI Birkenfeld, 06782/ 9910.

Foto: Bundespolizei

 

Trier. Szenen wie im Krimi spielten sich am frühen Donnerstagmorgen an der deutsch-luxemburgischen Grenze auf der BAB 64, Parkplatz Markusberg ab. Gegen 6:00 Uhr meldete sich ein polnischer Lkw-Fahrer über Notruf und gab an, "Klopf-Geräusche" aus dem Inneren seines beladenen Sattel-Aufliegers wahrzunehmen. Diesen habe er in der Nacht mit seiner Zugmaschine in Luxemburg abgeholt. Umgehend wurden Streifen der Bundes- und Landespolizei an den Parkplatz Markusberg entsandt, um die Situation zu überprüfen. Vor Ort berichtete der Lkw-Fahrer von insgesamt acht Personen. Diese hätten die Plane des Aufliegers aus dem Inneren aufgeschlitzt und seien anschließend in unbekannte Richtung geflüchtet. Zum Beweis der Flucht legte er ein mit seinem Smartphone gemachtes Video vor. Eine direkt eingeleitete Fahndung, inklusive einem Hubschrauber der Landespolizei, zeigte nur wenig später Erfolg. Eine Streife der Bundespolizei Trier konnte die Flüchtenden kurz vor 8:00 Uhr auf der B49, Höhe Löwener Mühle antreffen und festnehmen. Bei den Personen handelte es sich um sechs Erwachsene und zwei Jugendliche aus Afghanistan, Irak und dem Iran. Alle Personen wurden zur Bundespolizeiinspektion Trier verbracht. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Personen in einem Transporter von Paris nach Luxemburg gebracht und dort in den Sattel-Auflieger gestiegen sind. Ihr eigentliches "Reiseziel" sei nicht Deutschland, sondern Großbritannien gewesen. Laut Strafbefehl des Amtsgerichts Stockach wurde einer der Iraker im Februar 2018 wegen Urkundenfälschung zu einer Haftstrafe von 30 Tagen, respektive einer Geldstrafe/Kosten von 373,50 Euro verurteilt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die beiden Jugendlichen dem Jugendamt Trier übergeben, ein 27-jähriger Afghane nach Frankreich rückgeführt, vier Erwachsene zum BAMF Trier sowie der 27-jährige Iraker in die JVA Trier verbracht. Der Tatvorwurf der "Schleusung" gegen den polnischen Lkw-Fahrer erhärtete sich nicht; er konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Dienststelle verlassen. Die Bundespolizeiinspektion Trier hat gegen die Personengruppe Strafverfahren, unter anderem wegen unerlaubter Einreise und unerlaubtem Aufenthalt, eingeleitet. Im Einsatz waren drei Streifen und ein Diensthundeführer der Bundespolizei Trier sowie zwei Streifen und ein Hubschrauber der Landespolizei.