Landscheid. Durch einen Anwohner wurde in den frühen Morgenstunden (5. August) gemeldet, dass es aus einem Gebäude in Landscheid einen lauten Knall gegeben hätte. Weiter wurde angegeben, dass Qualm aus den Räumen des Erdgeschosses dringen würde. Im dortigen Gebäude befindet sich eine Bank-Geschäftsstelle. Durch Anwohner wurde der Verdacht geäußert, dass mindestens ein Täter einen darin befindlichen Geldausgabeautomaten gesprengt haben könnte. Der oder die Täter dürften sich wenig später mit einem Kraftrad oder einem dunklen Audi von der Örtlichkeit entfernt haben. Der Verdacht der Sprengung eines Geldausgabeautomaten bestätigte sich nach Eintreffen der Polizeikräfte. Am Gebäude dürfte Sachschaden in bislang nicht bekanntem Umfang entstanden sein. Durch Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Trier wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Das Fachkommissariat der Kriminaldirektion Trier hat die Ermittlungen aufgenommen. Die polizeilichen Maßnahmen dauern weiter an. Zeugen, die Hinweise auf die Tat oder den Täter geben können, werden gebeten, sich an die Kriminalpolizei Trier 0651 9779 4290 zu wenden.

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Arzfeld. Zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem eine Person verstarb, kam es am Freitag (31. Juli) am späten Vormittag auf der B 410 zwischen Arzfeld und Irrhausen. Zwei, mit je einer männlichen Person besetzte PKW waren ausgangs Arzfeld, in Richtung Irrhausen gesehen, in einer langgezogenen Linkskurve frontal aufeinander geprallt. Nach der Kollision drehten sich beide Fahrzeuge, der PKW, der in Richtung Irrhausen unterwegs war, kollidiert anschließend mit der angrenzenden Leitplanke und kam dort zum Stillstand. Das andere Fahrzeug kam an der angrenzenden Böschung zum Halten. Der 61 Jahre alte Fahrer des Wagens, der in Richtung Arzfeld unterwegs war, verstarb noch an der Unfallstelle. Der andere, 28 Jahre alte Fahrzeugführer wurde von der Feuerwehr mit der Rettungsschere aus seinem Fahrzeug befreit und vom Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Von der Staatsanwaltschaft Trier wurde zur Klärung der Unfallursache ein Gutachter mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt. An beiden Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Die Gesamtschadenshöhe liegt bei über 30.000 Euro. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Arzfeld, Daleiden und Lichtenborn, das DRK mit Notarzt und Rettungshubschrauber, die Straßenmeisterei Arzfeld und die Polizei Prüm.

Mainz/Großkampenberg. Das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen hat aufgrund von DNA-Proben zwei Wolfsnachweise bestätigt, teilt das rheinland-pfälzische Umweltministerium mit. Die Ergebnisse weisen Wolfsrisse bei fünf Schafen bei Großkampenberg (Eifel) sowie bei Schafen bei Oberölfen (Westerwald) nach. Die zwei Wolfsnachweise stehen zeitlich und räumlich nicht im Zusammenhang. Die Individualisierung des Wolfes steht in beiden Fällen noch aus.

„Aufgrund der Häufung der Rissereignisse in der Eifel innerhalb der letzten Wochen, prüfen wir aktuell die Erweiterung des Präventionsgebietes ‚Pufferzone Eifel‘ zu NRW und Belgien. Zunächst müssen wir jedoch die Individualisierungen abwarten. Wir begleiten die Akteure vor Ort eng“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken. Eine erste Informationsveranstaltung, die Günther Czerkus stellvertretend für die Tierhalter initiiert, wird bereits am 7. August stattfinden. „Der Westerwald ist bereits seit 2019 Wolfspräventionsgebiet. Halterinnen und Halter von Schafen, Ziegen und Gatterwild haben innerhalb eines Präventionsgebietes die Möglichkeit, Förderungen für Präventionsmaßnahmen wie wolfssichere Zäune oder Herdenschutzhunde zu beantragen“, so Höfken weiter.

Zum Hintergrund: Mitte Juni wurden Schafsrisse in der Eifel und im Westerwald über die Wolfshotline gemeldet. Bei der Begutachtung durch die zuständige Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) wurden DNA-Proben genommen. Bei zwei weiteren Rissereignissen in der Eifel hat die SNU ebenfalls Proben genommen. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.