Idar-Oberstein. Heute am frühen Morgen (14. Oktober) ereignete sich in der Tiefensteiner Straße in Idar-Oberstein ein schwerer Verkehrsunfall. Nach bisherigem Ermittlungsstand wurde ein 55-jähriger Motorradfahrer frontal von einem entgegenkommenden 24-jährigen BMW-Fahrer erfasst. Trotz sofortiger Reanimationsversuche durch couragierte Ersthelfer und verständigte Rettungskräfte verstarb der Motorradfahrer noch an der Unfallstelle. Zur Klärung der Unfallursache und zum genauen Unfallhergang wurde nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft die Erstellung eines Gutachtens in Auftrag gegeben.

Fotos: Polizei

Trier. Nach dem Einbruch in das Rheinische Landesmuseum und dem gescheiterten Golddiebstahl in der Nacht zum Dienstag, 8. Oktober, fahndet die Kriminalpolizei Trier nun mit einem Video und mit Fotos nach den flüchtigen Tätern. Zurzeit gehen die Ermittler von mindestens zwei Tätern im Objekt aus. In der Tatnacht brachen sie vermummt ein Fenster im ersten Stock des Landesmuseums auf. Hierzu kletterten sie auf ein Gerüst, das zu Fassadenarbeiten aufgestellt war. Durch den Lärm der berstenden Scheibe wurden Zeugen auf das Vorgehen aufmerksam und alarmierten die Polizei, parallel schlug die Alarmanlage des Museums an. Die ersten Streifen der Polizeiinspektion Trier waren bereits wenige Minuten später am Tatort war. Dennoch konnten die Einbrecher durch eine rückwärtige Tür in Richtung des angrenzenden Palastgartens entkommen. Zur Durchführung ihrer Tat hatten sie zwei schwere Vorschlaghämmer, zwei große Schraubendreher und ein Brecheisen, einen sogenannten Kuhfuß, verwendet. Ferner führten sie, zwei schwarze Sporttaschen mit sich. Zunächst hebelten sie ein Fenster aus und begaben sich zum Schatz im Münzkabinett. Trotz der Anwendung von brachialer Gewalt gelangten sie nicht an den Goldschatz. Vermutlich durch die eintreffende Polizei aufgeschreckt, verließen sie das Museum ohne Beute über eine der hinteren Türen. Außerhalb überwanden sie eine Mauer zum Palastgarten. Hier mussten sie etwa 3,70 Meter in die Tiefe springen. Das Tatwerkzeug und die Sporttaschen ließen sie am Tatort zurück. Die Täter wurden kurz vor der Tat von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Aufgrund der Foto- und Videoaufzeichnungen beschreibt die Polizei die beiden Männer wie folgt:

Täter 1: Schlanke/athletische Statur; lange Beine; ca. 10 cm größer als Täter 2; bekleidet mit einer Sturmmaske mit großer Öffnung (vom Haaransatz bis zur Nase); etwas längerer Parka mit Druckknopfverschluss und Kapuze, beidseitig angebrachte Reisverschlüsse auf Brusthöhe und Taschen auf Bauchhöhe (vermutlich Marke North Face); darunter ein Kleidungsstück ebenfalls mit Kapuze; zweifarbige Handschuhe (vermutlich Arbeitshandschuhe); Jogginghose oder lange Sporthose, kurz über den Knöcheln abschließend, an den Außenseiten versehen mit Streifen; vermutlich einfarbige Sportschuhe.

Täter 2: Normale Statur; ca. 10 cm kleiner als Täter 1; bekleidet mit Sturmmaske mit großer Öffnung (vom Haaransatz bis zur Nasenspitze); Winterjacke mit Reisverschluss und Kapuze; Jogginghose oder lange Sporthose, kurz über den Knöcheln abschließend, auf der Vorderseite, von der Hüfte bis kurz über die Knie farblich vom restlichen Teil abgesetzt (Marke: NIKE, Modell: Tech Essentials); zweifarbige Handschuhe (vermutlich Arbeitshandschuhe); mehrfarbige Turnschuhe, beidseitig im Bereich der Verse reflektierende Applikationen.

Besonders weist die Polizei darauf hin, dass die Flüchtenden sich möglicherweise Verletzungen zugezogen haben, als sie die Mauer zum Palastgarten mit einer Fallhöhe von 3,70 m übersprangen. Sie könnten dadurch humpeln und sich in (fach-)ärztliche Behandlung begeben haben.

Alle Werkzeuge sind augenscheinlich neuwertig. Folgende Einbruchswerkzeuge wurden aufgefunden:

   - ein rot lackiertes, 40 cm großes Nageleisen der Marke RENNSTEIG

     mit der Aufschrift "Made in Germany"

   - zwei baugleiche, 39 cm lange Schraubendreher der Marke SKANDIA

     mit schwarzem Kunststoffgriff

   - zwei baugleiche, schwarz lackierte Vorschlaghämmer der Marke

     GAMMA.

Die schwarzen Sporttaschen sind von den Marken Nike und SPORTCITY, jeweils mit Umhängeschlaufe. Ein Video und Fotos der maskierten Täter, der verwendeten Tatwerkzeuge und der mitgeführten Sporttaschen finden Sie auf unserer Fahndungs-Homepage unter dem beigefügten Link: https://s.rlp.de/o2CUh Die Kriminalpolizei Trier bittet Zeugen, die im Zusammenhang mit dem Einbruch verdächtige Feststellungen vor, während oder nach der Tat gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0651/9779-2290 zu melden! Wichtig sind der Polizei auch Hinweise zur Herkunft der Werkzeuge und Sporttaschen.

Wittlich. Am Dienstag (8. Oktober) ereignete sich am frühen Nachmittag auf der K 108 zwischen Kesfeld und Masthorn in Höhe Habscheid-Hallert ein schwerer Verkehrsunfall. Ein 28-jähriger Mann aus der Verbandsgemeinde Arzfeld hatte mit seinem PKW die K 108 aus Richtung Kesfeld kommend in Richtung Masthorn befahren. Ihm kam in Höhe Habscheid-Hallert ein 33-jähriger Mann aus der Verbandsgemeinde Prüm mit seinem PKW entgegen. Beide PKWs prallten dann aus bisher ungeklärter Ursache, nahezu frontal aufeinander. Die beiden Männer wurden bei der Kollision schwer verletzt. An ihren Fahrzeugen entstand Totalschaden. Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Die Straße blieb für die Dauer der Unfallaufnahme, der Erstellung des Gutachtens sowie der Bergung der Fahrzeuge für fünf Stunden voll gesperrt. Die Gesamtschadenshöhe dürfte mindesten 30.000 Euro betragen. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Habscheid, Hollnich, das DRK mit Notarzt und Hubschrauber sowie die Polizei Prüm.