Saarburg. Nach dem tragischen Verkehrsunfall vergangenen Sonntag (17. Februar) in Ayl, bei dem eine zwanzigjährige Frau getötet worden war, zeigt sich die Polizei erschüttert über den Ablauf des Geschehens: Durch den Unfall unmittelbar geweckt wurden zwei Ehepaare aus benachbarten Anwesen, sie hatten den Knall gehört. Als man dort den Unfallwagen gesehen habe, seien alle gemeinsam zur Unfallstelle gelaufen, um Erste Hilfe zu leisten. Mit mehreren Feuerlöschern bekämpften die Zeugen den Brand. Letztlich gelang es den beiden Männer die Insassin, die im Fahrzeug eingeklemmt war, nach mehreren Versuchen aus dem brennenden Wagen zu ziehen. Eine der Zeuginnen versuchte gleichzeitig vorbeifahrende Fahrzeuge zwecks Hilfeleistung anzuhalten, jedoch ohne Erfolg. Mindestens zwei Fahrzeuge seien einfach weitergefahren.  Eine weibliche Ersthelferin und die beiden Männer zogen sich bei den Hilfeleistungen Verletzungen und Rauchgasintoxikationen zu. Sie mussten zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden. Diese konnten sie inzwischen wieder verlassen.

Harald Lahr, Leiter der Polizeiinspektion Saarburg, lobt ausdrücklich die Ersthelfer. Sie hätten ihre eigene Gesundheit zur Rettung des Menschenlebens riskiert. "Leider konnten Sie durch den selbstlosen Einsatz das Leben der jungen Frau nicht retten," führt Lahr aus. Erschüttert zeigt er sich über die nach erstem Eindruck der Erstelfer mangelnde Hilfs- und Unterstützungsbereitschaft der Fahrzeugführer. "Leider sind uns hier die Kennzeichen der Fahrzeuge bisher nicht bekannt, wir suchen Zeugen die Angaben dazu machen können."