Trier. Während die SOKO "Rennen" noch unter Hochdruck an der Aufarbeitung des verbotenen Straßenrennens mit einer schwerstverletzten Person arbeitet, wurde bereits in der Nacht auf Mittwoch, 04. August 2021 ein neuer Vorfall mit zwei jungen Straßenrowdies bekannt. Einer Streife der Bundespolizei Trier waren im Kreuzungsbereich Konrad-Adenauer-Brück / Luxemburger gegen Mitternacht zwei Pkw aufgefallen, die an der Rot zeigenden Linksabbiegerampel in Richtung Zewen nebeneinanderstanden. Die beiden Fahrer hatten zu diesem Zeitpunkt die Seitenscheiben heruntergelassen und waren offenbar in reger Kommunikation miteinander. Als die Ampel auf Grün umsprang, wurden beide Fahrzeuge unter lautem Motorengeheul stark beschleunigt und in Richtung Luxemburg bewegt. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf und schalteten das Blaulicht ein. Während der eine Fahrer bei einer geschätzten Geschwindigkeit von etwa 100 km/h die herannahende Streife registrierte, vom Gas ging und schließlich anhielt, beschleunigte der andere Fahrer seinen Wagen weiter bis auf etwa 150 km/h. Da er auch weiterhin nicht auf die Anhaltesignale reagierte, konnte der Pkw nur noch durch ein Ausbremsmanöver zum Stoppen bewegt werden. Doch statt sich nun zu fügen, mussten die Beamten feststellen, dass der 23jährige Fahrer sich stark uneinsichtig zeigte und den Grund der Kontrolle nicht nachvollziehen wollte. Die zur Unterstützung gerufene Streife der Polizeiinspektion Trier nahm im Folgenden Kontakt mit der Staatsanwaltschaft auf, die die Tat als Verbotenes Kraftfahrzeugrennen einstufte und die sofortige Beschlagnahme der beiden Führerscheine anordnete. Nicht auszuschließen ist, dass die beiden Fahrzeuge, eine schwarze Mercedes C-Klasse sowie ein schwarzer VW Golf Variant auch schon vorher durch ihre Fahrweise im Stadtgebiet aufgefallen sind. Die Polizei bittet daher um Zeugenhinweise, die dazu Angaben machen können. Diese werden bei der PI Trier unter 0651-9779/5210 entgegengenommen. Bereits seit geraumer Zeit hat die Polizeiinspektion Trier die zumeist jungen Fahrer der örtlichen Tuning- und Poserszene im Visier und kündigt auch weiterhin verstärkt entsprechende offene und verdeckte Kontrollen an. Dazu der Leiter der Polizeiinspektion Trier, Herr Polizeioberrat Christian Hamm: "Wir werden weiterhin sehr entschlossen gegen Fahrzeugführer vorgehen, die durch ihre rücksichtslosen Fahrmanöver Menschenleben gefährden!" Hervorzuheben ist vorliegend die wieder verzeichnete sehr gute behördenübergreifende Zusammenarbeit zwischen der lokalen Bundes- und Landespolizei.